Wo das Wasser fehlte oder nicht jederzeit mit ausrei- chender Kraft zur Verfügung stand, nutzte man vor allem die Kraft des Windes. Aber auch Pferde mussten in den sogenannten Rossmühlen die Arbeit verrichten.

Wassermühlen standen oftmals in den "Sieks", den kleinen bachdurchflossenen Taleinschnitten an den Hängen des Weser- und Wiehengebirges und natürlich auch an den größeren Flüssen in der Ebene, wie: der Werre, der Aue, der Gehle und am Großen Diekfluss.
Von der Wassermenge und dem Gefälle hing es ab, welcher Mühlentyp gebaut werden konnte. So ent- standen Wassermühlen mit oberschlächtigen Rädern, bei denen das Wasser auf die Radschaufeln von oben fällt sowie mit mittelschlächtigen Rädern, die das Wasser in halber Höhe trifft und dreht. Aber auch Mühlen mit unterschlächtigen Rändern sind hier zu finden, die durch den Strömungsdruck angetrieben werden.

Die Abhängigkeit von den Naturgewalten hat Mensch und Landschaft geprägt - sie aber auch besonders reizvoll gestaltet und alte Traditionen und Architektur erhalten.